Costa Rica und Ecuador machen bedeutende Fortschritte bei der Ausdehnung ihrer Schelfplattformen im Pazifischen Ozean.

 

Pressemitteilung der Botschaft von Ecuador in Deutschland –  27.09.2019

 

Costa Rica und Ecuador machen bedeutende Fortschritte bei der

Ausdehnung ihrer Schelfplattformen im Pazifischen Ozean

 

Im Rahmen der gemeinsamen Initiative zur Ausdehnung der Außengrenzen der Kontinentalschelfs von Costa Rica und Ecuador fand am 18. August dieses Jahres virtuell das erste Treffen der binationalen Arbeitsgruppe Costa Rica-Ecuador statt.

Die Arbeitsgruppe wurde am 10. Mai 2019 als die offizielle Stelle geschaffen, die für die Überwachung aller Aspekte im Zusammenhang mit der Vorbereitung der ersten gemeinsamen Präsentation beider Nationen zuständig ist, einschließlich der Überprüfung, Integration und Analyse bestehender bathymetrischer, geomorphologischer, geologischer, geophysikalischer und geochemischer Daten über den Sektor zwischen der Nordflanke des Carnegie Ridge und der Südostflanke der Cocos-Platte.

Aus Costa Rica wird die Arbeitsgruppe von Arnoldo Brenes Castro (Generalkoordinator der technisch-wissenschaftlichen Beratungskommission für die Erweiterung des Kontinentalsockels), Marino Protti Quesada (wissenschaftlicher Koordinator) und Carlos Murillo Zamora (juristischer Koordinator) gebildet.

Ecuador wird durch Frau Monica Martinez, Koordinatorin des Rechtsunterausschusses des Ausschusses für die Außengrenze des ecuadorianischen Kontinentalsockels (Subcomité Jurídico del Comité del Límite Exterior de la Plataforma Continental Ecuatoriana, CLEPCE), Kapitän David Carranza von der Direktion für maritime Interessen der ecuadorianischen Marine und Kapitän Giorgio de la Torre vom Ozeanographischen Institut der Marine vertreten.

Gemäß Artikel 76 des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen können Länder, die anhand von Felddaten nachweisen, dass bestimmte geomorphologische Bedingungen erfüllt sind, ausschließliche Rechte für die Erforschung, Ausbeutung und Erhaltung weiterer Teile des Meeresbodens und -untergrunds jenseits der 200 Seemeilen erwerben, die sie bereits als Teil ihrer ausschließlichen Wirtschaftszone besitzen.

Im Jahr 2013 unterzeichneten Costa Rica und Ecuador eine Absichtserklärung, bei dieser Initiative zusammenzuarbeiten, da in ihrem maritimen Grenzgebiet zwischen der zu Costa Rica gehörenden Kokos-Insel und den Galapagos-Inseln das Potenzial besteht, die Anforderungen von Artikel 76 der Konvention zu erfüllen.

Um Felddaten über den Meeresboden in diesem Gebiet zu erhalten, wurden vier binationale bathymetrische Kampagnen durchgeführt, die letzte vom 3. bis 23. März 2020 mit dem ecuadorianischen wissenschaftlichen Forschungsschiff BAE Orion. Durch die notwendigen Informationen und nach einem Prozess des Sammelns, Analysierens und Systematisierens der Daten bewegen wir uns nun auf die Vorbereitung der gemeinsamen Präsentation zu, die der Festlandsockelkommission der UNO gegen Ende dieses Jahres vorgelegt wird.

 

Institutionelle Kommunikation

(1414 RC Ecuador Kontinentalsockel)

August 2020.