Imprimir Enviar

Destabilisierungskampagne gegen ecuadorianische Regierung hält an

Kommuniqué der Botschaft von Ecuador in Deutschland

26.02.2014

Destabilisierungskampagne gegen ecuadorianische Regierung hält an

Am 19. Februar dieses Jahres erschien ein fehlerhafter Artikel in der britischen Tageszeitung The Guardian, in welchem behauptet wurde, dass die Regierung Ecuadors 2009 Verhandlungen mit chinesischen Ölkonzernen zur Erdölförderung im Nationalpark Yasuní aufgenommen habe. Dieses bedeutende Tageblatt hatte nicht ausreichend recherchiert bzw. die Tatsachen ungenügend überprüft, denn die Quelle der dem Artikel zugrundeliegenden Behauptung erwies sich als manipuliert. Am 20. Februar druckte die ecuadorianische Zeitung El Telégrafo eine Richtigstellung der Regierung von Ecuador ab. Aus ihr geht hervor, dass ein mittlerweile in die USA geflüchteter ecuadorianischer Staatsangehöriger namens Fernando Villavicencio, ehemaliger Gewerkschafter der Erdölindustrie, einen verfälschten Text über die ecuadorianisch-chinesichen Verhandlungen verbreitet hatte. In diesem Dokument stand ein Satz, der in der abschließenden, das heißt gültigen Version des Verhandlungstexts jedoch gestrichen war: Demnach sagte Ecuador einem chinesischen Erdölunternehmen Unterstützung einer eventuellen Ölförderung im Nationalpark Yasuní auf den „ITT-Feldern und dem Block 31“ zu. Dieser von Ecuador abgelehnte, durchgestrichene Satz, der von der chinesischen Entwicklungsbank vorgeschlagen wurde, erscheint in dem von Herrn Villavicencio veröffentlichten Dokument allerdings so, als ob er nie gestrichen worden wäre.

Gegen Herrn Villavicencio wird gegenwärtig wegen Spionage und Herausgabe von Dokumenten, die auf unzulässige Weise in seinen Besitz kamen, ermittelt. Zudem hatte er Falschmeldungen bezüglich des Putschversuchs gegen die Regierung des Präsidenten Rafael Correa Delgado vom 30. September 2010 verbreitet. Gegen Herrn Villavicencio sind außerdem zwei Verfahren wegen Beleidigung sowie Aufruhr vor Gericht anhängig.

In einer Verlautbarung des ecuadorianischen Ministers zur Koordination der Wirtschaftspolitik, Patricio Rivera, heißt es, dass die Veröffentlichung eines verfälschten Dokuments zu diesem Thema just am Vorabend der Regional- und Kommunalwahlen in Ecuador „verdächtig“ erscheinen muss. Die Tatsache, dass ein dermaßen verfälschter Presseartikel zum Thema der Yasuní-ITT-Initiative veröffentlicht wurde (ein seit Monaten hinlänglich geklärtes Thema), stellt ein deutliches Zeichen dar, dass die gegen die Regierung Ecuadors gerichtete Destabilisierungskampagne fortdauert. Denn die unmittelbar vor den genannten Wahlen in Ecuador gestreute Desinformation wiegelte Umweltschützer, Ökologen sowie Anhänger der leider im vergangenen August abgebrochenen, erfolglosen (konzeptuell revolutionären) Initiative Yasuní-ITT gezielt gegen die Regierung auf.

Auch in Europa sollten im Umweltschutz aktive Menschen sehr achtsam sein, um ähnliche, aus gewissen Kapitalinteressen heraus lancierte Persuasions- und Ablenkungsmanöver, welche auf Manipulation und Lügen gründen, aufzudecken.